Holztechnik

Leitung: Christian Lindhorst

Seminardidaktische Grundsätze:

„Wenn LehrerInnen tatsächlich so unterrichten, wie sie selbst Unterricht erfahren haben, dann bedeutet dies gleichermaßen Chance und Auftrag für die Lehrerausbildung: sie hätte Modell für angemessenes Lehren und Lernen zu sein, förderliche Lernsituationen für die berufliche Sozialisation der angehenden LehrerInnen bereitzustellen und eine angemessene Lernkultur zu entwickeln.“

[Buchberger & al.: Seminardidaktik, Innsbruck 1997, S. 9]

Diesem Motto ist nicht viel hinzuzufügen: Es steht für die zentralen Prinzipien unserer Arbeit im Fachseminar Holztechnik, die sich wie folgt weiter präzisieren lassen:

  • Didaktischer Doppeldecker:
    Unsere Vorstellungen von ‘Gutem Unterricht‘ sollen ihre Entsprechung in der Seminargestaltung finden.
  • Teilnehmerorientierung:
    Anstelle eines starr umrissenen Curriculums bestimmen Ihre persönlichen Vorerfahrungen und Wünsche einen Großteil der Seminararbeit. Sehr wichtig ist uns dabei der kontinuierliche Austausch aller Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer untereinander, vor allem über individuelle unterrichtliche Erfahrungen.
  • Praxisorientierung:
    Im Mittelpunkt des Interesses steht immer die berufliche Praxis. Didaktischen und pädagogischen Theorien kommt in diesem Zusammenhang eine dienende Funktion zu.
  • Handlungs- und Produktorientierung:
    Die Erarbeitung konkret verwertbarer Unterrichtshilfen ist uns ein zentrales Anliegen. Dabei sollte – wann immer möglich – das Prinzip der vollständigen Handlung gewahrt werden.
  • Förderung von Eigenaktivität:
    Im Rahmen der Seminararbeit werden Sie Ihre Lern- und Arbeitsprozesse zunehmend selbst organisieren und eigenverantwortlich umsetzen.
  • Atmosphäre
    Kollegialität, gegenseitige Hilfsbereitschaft und eine freundlich-vertrauensvolle Atmosphäre sind unabdingbare Voraussetzung für jede erfolgreiche Seminararbeit.

Seminarcurriculum:

Die nachstehende Übersicht zeigt eine Auswahl an Lernsituationen. Ihre zeitliche Abfolge wird unter allen Beteiligten abgesprochen.

  • Ein Lernfeld der beruflichen Fachrichtung in Lernsituationen gliedern
  • Bedingungsfeldgerechte Auswahl- und Reduktionsentscheidungen für den Unterricht treffen
  • Schülergemäße Arbeitsaufträge für den berufsfachlichen Unterricht gestalten
  • Innere Differenzierung im berufsfachlichen Unterricht planen und durchführen
  • Lernwirksame Experimente für den berufsfachlichen Unterricht planen und nutzen
  • Die Förderung mathematischer Kompetenzen in den berufsfachlichen Unterricht einbinden
  • Technische Zeichnungen bewerten
  • Demonstrationsunterricht planen und durchführen
  • Unterricht an außerschulischen Lernorten planen, durchführen und evaluieren
  • Unterrichtsergebnisse nachhaltig sichern
  • Lernerfolgskontrollen für den berufsfachlichen Unterricht planen, durchführen und bewerten
  • Eine Einschulungsphase planen, organisieren und durchführen
  • Mit Eltern und Ausbildungsbetrieben kommunizieren
  • An Kammerprüfungen mitwirken