Angewandte Informatik

Leitung: Florian Grunwald

Seminardidaktische Grundsätze:

Praxisorientierung: Die Seminararbeit muss sich immer der Frage der Verwertbarkeit der behandelten Inhalte und Methoden in der Schule stellen. Im Fachseminar Informatik steht also z.B. nicht die theoretische Fachdidaktik im Vordergrund, allerdings sehr wohl die Frage, inwieweit Fachdidaktik helfen kann, unterrichtlichen Ansätzen in der Praxis zum Erfolg zu verhelfen. Konkret bedeutet dies die möglichst häufige gemeinsame Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht. Zur Praxisorientierung gehört natürlich auch der Anspruch, das Fachseminar handlungsorientiert zu gestalten und Methoden einzusetzen und zu reflektieren, die sich auf Schule übertragen lassen. Die Arbeit im Fachseminar findet also prinzipiell immer auch auf der Metaebene statt: Handlungsschritte und Methoden sollen transparent sein und müssen sich der gemeinsamen Reflexion und der Fähigkeit auf unterrichtliche Übertragbarkeit unterziehen.

Situationsorientierung: Die Seminararbeit muss sich immer den Fragen stellen, die sich z.B. aus konkreten unterrichtlichen Problemen ergeben. Auch dies ist natürlich als ein Teil von Praxisorientierung zu verstehen. Es geht also immer auch um die gemeinsame Diskussion von Lösungsmöglichkeiten für anstehende Probleme zur Optimierung von Unterricht.

Teilnehmerorientiert: Die Seminararbeit muss sich den Anforderungen und Ansprüchen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen, sie lebt vor allem aber auch vom Einbringen gemeinsamer Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen aus Schule und Unterricht in die Seminararbeit.

Prozessorientierung: Die Zusammensetzung des Fachseminars erfolgt nicht jahrgangsweise. Dies bringt zwar die Problematik, dass es keine inhaltliche Stringenz geben kann, bietet allerdings den unschätzbaren Vorteil des direkten Austausches zwischen den Jahrgangsgruppen. Auch hat sich gezeigt, dass die ‚Wiederholung‘ einzelner Sequenzen eher zu einem Beleuchten ganz unterschiedlicher Aspekte und zu einer direkten Relation zur Unterrichtspraxis führt. Seminararbeit wird dem dynamischen Prozess von Theoriebildung und Überprüfung an der Praxis unterzogen, eigene Erfahrungen werden mit denen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Beziehung gebracht. Durch die gemeinsame Arbeit unterschiedlicher Jahrgänge wird der prozessuale Charakter von Kenntnissen und Erkenntnissen wirkungsvoll genutzt.

Seminarcurriculum:

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Exemplarische Lernsituationen:

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